Ein Arbeitszeugnis wird häufig erst dann wichtig, wenn bereits eine neue Bewerbung ansteht. Sinnvoller ist es, frühzeitig zu überlegen, welches Zeugnis benötigt wird und welche Tätigkeiten darin korrekt abgebildet sein sollten. Gerade in der Zeitarbeit können mehrere Einsätze, unterschiedliche Aufgaben und wechselnde Einsatzbereiche zusammenkommen.
Zwischenzeugnis oder Abschlusszeugnis?
Ein Zwischenzeugnis kann sinnvoll sein, wenn das Arbeitsverhältnis weiterläuft, aber ein berechtigter Anlass für eine aktuelle Beurteilung besteht. Ein Abschlusszeugnis wird typischerweise zum Ende des Arbeitsverhältnisses erstellt.
Wichtig ist vor allem, den gewünschten Zeitraum und Anlass klar zu benennen. So lässt sich die Anfrage schneller zuordnen.
Welche Angaben helfen bei der Erstellung?
Der Arbeitgeber kennt die Beschäftigungsdaten, dennoch hilft es, die eigenen Tätigkeiten noch einmal zusammenzustellen. Das gilt besonders dann, wenn mehrere Kundeneinsätze oder unterschiedliche Aufgabenbereiche bestanden haben.
- Beschäftigungszeitraum
- Position bzw. Tätigkeitsbezeichnung
- wichtige Aufgaben und Einsatzbereiche
- besondere Verantwortungen oder Zusatzaufgaben
- relevante Qualifikationen und erworbene Kenntnisse
Was gehört in ein qualifiziertes Arbeitszeugnis?
Ein qualifiziertes Arbeitszeugnis enthält neben Art und Dauer der Beschäftigung auch eine Beurteilung von Leistung und Verhalten. Die Tätigkeitsbeschreibung sollte dabei sachlich richtig und vollständig genug sein, um das tatsächliche Aufgabenprofil nachvollziehbar darzustellen.
Warum eine schriftliche Anfrage sinnvoll ist
Eine kurze schriftliche Anfrage schafft Klarheit darüber, welches Zeugnis benötigt wird und wohin es gesendet werden soll. Sie hilft außerdem, den Zeitpunkt der Anfrage später nachvollziehen zu können.
Wer das Zeugnis für eine laufende Bewerbung benötigt, sollte ausreichend Vorlauf einplanen und nicht erst am Tag einer Bewerbungsfrist anfragen.
Das fertige Zeugnis prüfen
Nach Erhalt sollten zunächst die objektiven Angaben kontrolliert werden: Name, Beschäftigungszeitraum, Position und Tätigkeitsbeschreibung. Fehlen wesentliche Aufgaben oder sind Angaben objektiv falsch, sollte das zeitnah angesprochen werden.
Das Original sollte anschließend sicher aufbewahrt werden. Eine digitale Kopie erleichtert spätere Bewerbungen.
Checkliste zum Download
Unsere kompakte Checkliste fasst Anfrage, Vorbereitung und Prüfung auf einer Seite zusammen.
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Fazit
Ein gutes Arbeitszeugnis beginnt mit einer klaren Anfrage und einer vollständigen Tätigkeitsübersicht. Wer die wichtigsten Informationen vorbereitet und das fertige Dokument sorgfältig prüft, kann es später deutlich einfacher für Bewerbungen und den weiteren Berufsweg nutzen.





